MIKE WESTBROOK Orchestra - Mike Westbrook's Metropolis - RCA Neon 10
Privatperson
Detailinformationen
- TrägermediumSchallplatte LP
- ZustandGebraucht
- ÜbergabeSelbstabholung
Beschreibung
MIKE WESTBROOK Orchestra – Mike Westbrook's Metropolis
RCA – NE 10, Neon – NE 10
Vinyl, LP, Album, Gatefold
UK FIRST PRESS 1971
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1960 veranstaltete MIKE WESTBROOK am Plymouth Arts Centre einen Jazz-Workshop mit einer Band, der u. a. John Surman und Keith Rowe angehörte.
1962 zog er nach London, wo er zunächst als Kunsterzieher tätig war, und gründete dort eine feste, sechsköpfige Gruppe, zu der John Surman gehörte (Auftritt auf dem Montreux Jazz Festival 1968).
Daneben gründete er 1967 die großformatige Mike Westbrook Concert Band, mit der er seine längeren Kompositionen aufführte und zu der Musiker wie Harry Beckett, Kenny Wheeler, Alan Skidmore, Mike Osborne, Paul Rutherford, Michael Gibbs, Barre Phillips und Harry Miller gehörten.
Mit seiner Gruppe Solid Gold Cadillac spielte er zwischen 1971 und 1973 Jazzrock; daran waren u. a. Gitarrist Chris Spedding und Sänger Phil Minton beteiligt.
1973 gründete er seine Brass Band, um mit ihr Jazz- und Vaudevilleproduktionen im Theater und Fernsehen aufzuführen. Sie bildete den Kern seiner Großbesetzungen für spezielle Projekte. Gemeinsam mit seiner Frau, der Sängerin Kate Westbrook, und dem Saxophonisten Chris Biscoe gründete er ein Trio; teilweise tritt er mit Kate Westbrook auch im Duo auf.
Seit den 1970er Jahren hat er unterschiedlichste Projekte vorgestellt – eine zeitgenössische Fassung von Rossinis Oper Wilhelm Tell mit der Fagottistin Lindsay Cooper ebenso wie eine Jazzfassung des Beatles-Albums Abbey Road. Andere Projekte setzten sich mit dem Werk von William Blake oder der Tradition von Duke Ellington auseinander, wie 1984 in On Duke’s Birthday. In musikalischer Hinsicht sorgte Westbrook für eine Erweiterung des Materials, in dem er Gassenhauer, Rock, Opernarien und ethnische Musik zur Grundlage für die Jazz-Improvisationen in diesen Produktionen machte.
Das Projekt The Cortège, das 1982 mit dem Grand Prix du Disque Montreux ausgezeichnet wurde, gilt als Opus magnum.
„Metropolis“ , 1971 in den Landsdowne Studios in London aufgenommen, war zu dieser Zeit ein Höhepunkt in Mike Westbrooks Schaffen; eine neunstimmige erweiterte Komposition für eine 23-köpfige Big Band mit den besten britischen Modern-Jazz-Talenten jener Zeit. Das sorgfältig strukturierte Stück besteht aus einer Reihe freier kollektiver Improvisationen, einfacher melodischer Motive, Soli und stampfender Jazz-Rock-Rhythmen, die verschiedene Abschnitte untermalen; die Ensemblearbeit und Orchestrierung sind erstklassig, und das gesamte Werk hat eine unglaublich effektive Dynamik mit vielen herausragenden Beiträgen der beteiligten Musiker, die in Harry Becketts einsamem Flügelhorn-Solo gipfeln – typisch Beckett, der gestimmten Nebel ins Mikrofon sickern lässt, begleitet von einer leisen, atmosphärischen, wiederholten, vom Klavier geführten Figur – und vielleicht eines der schönsten und düstersten Musikstücke des gesamten britischen Jazz.
Es wurde zu einer Zeit aufgenommen, als der britische Jazz aufhörte, bloß amerikanische Vorbilder zu imitieren, und mit seinen eigenen Ideen und Konzepten hervortrat; „Metropolis“ war einer der Meilensteine dieses Prozesses und verdient einen Platz in jeder anspruchsvollen Musiksammlung.
- Alto Saxophone – Ray Warleigh
- Baritone Saxophone – John Warren
- Bass – Chris Laurence
- Bass Guitar – Chris Laurence
- Bass Trombone – Geoff Perkins
- Bass, Cello – Harry Miller
- Clarinet, Alto Saxophone – Mike Osborne
- Drums – Alan Jackson, John Marshall
- Electric Piano – John Taylor
- Euphonium, Trombone – Paul Rutherford
- Flugelhorn – Dave Holdsworth, Harry Beckett
- Flugelhorn, Mellophone, Trumpet – Kenny Wheeler
- Flugelhorn, Trumpet – Henry Lowther
- Flute – Ray Warleigh
- Guitar – Gary Boyle
- Piano – MIKE WESTBROOK
- Soprano Saxophone, Tenor Saxophone – Alan Skidmore
- Tenor Saxophone – George Khan
- Trombone – Derek Wadsworth, Malcolm Griffiths, Paul Nieman
- Trumpet – Dave Holdsworth, Harry Beckett, Nigel Carter
- Voice – Norma Winstone
- Producer – Fiachra Trench, Mike Westbrook
... für Leute, die sich im britischen JAZZ und ROCK Gefilden auskennen, ist dieser CAST nichts als ein wahrer Leckerbissen ...
… bei Interesse gäb's noch 20 weitere LPs von MIKE WESTBROOK …
NEON war ein Sublabel von RCA aus den frühen 1970er Jahren für „progressive“ Musik. Neon wurde von Olav Wyper gegründet und orientierte sich an Labels wie Harvest (EMI), Deram (Decca), Dawn (Pye) und Wypers vorherigem Label Vertigo (Phonogram). Um eine Aura von „Klasse“ zu erzeugen, wurde das Logo mit Botticelli verziert und die Schallplatten durch eine tiefschwarze Innenhülle geschützt.
Vor der Auflösung des Labels wurden in Großbritannien nur 11 Alben und 4 Singles veröffentlicht. Diese decken jedoch eine breite Stilpalette ab (Jazz, Folk, Hardrock, Prog-Rock) und sind heute alle Sammlerstücke.
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